Hauptübung 2026

 

Unbekannte Flüssigkeit erschwerte Rettungsarbeiten

 

Am Freitagabend, 25. September 2026, hat die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Schwende
stattgefunden. Als Übungsobjekt diente ein leerstehendes Wohnhaus im Dorfkern von Weissbad.
Die Hauptübung wurde von Kommandant Mario Dobler vorbereitet. Die Einsatzleitung übernahm
Vize-Kommandant Markus Rusch.

 

Die Angehörigen der Feuerwehr Schwende erhielten um 19.30 Uhr die Alarmmeldung: «Autounfall,
Brand mit Rettung». Vor Ort bot sich den Einsatzkräften eine komplexe Lage. Ein Pritschenwagen
war mit einem Gebäude kollidiert. Durch den Aufprall geriet das Fahrzeug in Brand, worauf das
Feuer auf das Wohnhaus übergriff. Gleichzeitig drohte aus einem Fass auf der Ladefläche eine
unbekannte Flüssigkeit auszutreten. Zwei Personen galten als vermisst. Eine befand sich
bewusstlos im Fahrzeug, eine weitere wurde im Obergeschoss des Gebäudes vermutet. Neben der
Personenrettung und Brandbekämpfung stellte insbesondere die unbekannte Flüssigkeit die
Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Die erste Priorität galt der Rettung der beiden
verletzten Personen. Die im Fahrzeug eingeschlossene Person konnte unter dreifachem
Brandschutz geborgen werden. Parallel dazu verschaffte sich ein Atemschutztrupp Zugang zum
Gebäude und rettete die bewusstlose Person aus dem Obergeschoss. Zusätzlich beschäftigte die
Einsatzkräfte die unbekannte Flüssigkeit. Da deren Inhalt zunächst nicht bekannt war, mussten
entsprechende Abklärungen getroffen werden. Gleichzeitig wurden Schächte und
Entwässerungseinläufe im Gefahrenbereich abgedeckt, um eine mögliche Umweltverschmutzung
zu verhindern. Im Verlauf der Übung stellte sich heraus, dass es sich beim Stoff um ätzende
Bauchemie handelte. Eine weitere Herausforderung bildete der Verkehr auf der Hauptstrasse. Die
Verkehrsführung musste während des gesamten Einsatzes sichergestellt werden, ohne die Arbeiten
der Feuerwehr zu behindern.

 

Kommandant Mario Dobler zeigte sich mit dem Ablauf der Hauptübung zufrieden. Die Einsatzleitung
habe die Prioritäten richtig gesetzt und die Mannschaft habe die gestellten Aufgaben sicher und
speditiv ausgeführt. Ein Dank galt der Stützpunktfeuerwehr Appenzell (Hubretter), der Feuerwehr
Rüte (TLF) und den Figuranten, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben. Ebenso durfte
Bezirkshauptmann Albert Mösler als Gast begrüsst werden. Traditionsgemäss liess die Feuerwehr
Schwende den Abend anschliessend bei einem gemeinsamen Nachtessen in kameradschaftlicher
Runde ausklingen.

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